„digital.engagiert“ zeichnet Engagement für die Digitalisierung gemeinnütziger Arbeit aus

„digital.engagiert“ zeichnet Engagement für die Digitalisierung gemeinnütziger Arbeit aus

Am 13. November findet die Preisverleihung für die drei überzeugendsten Projekte von „digital.engagiert“ statt. Mit dabei: Dorothee Bär MdB (Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, Schirmherrin von „digital.engagiert“), Ralf Kleber (Country Manager Amazon.de), Prof. Dr. Andreas Schlüter (Generalsekretär Stifterverband), Dr. Holger Krimmer (Geschäftsführer ZiviZ im Stifterverband) und Dr. Joana Breidenbach (Gründerin betterplace lab). Hier gibt es vorab schon mal das Programm:

Programm 13.11.2018

11:00 Uhr           Empfang und Networking

12.20 Uhr           Begrüßung

  • Prof. Dr. Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes

12.25 Uhr           „digital.engagiert“ – die Förderinitiative von Amazon und Stifterverband

  • Ralf Kleber, Country Manager Amazon.de

12.30 Uhr           Keynote Speech

  • Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitales

12. 50 Uhr          Panel Diskussion

  • Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes
  • Ralf Kleber, Country Manager Amazon.de
  • Dorothee Bär, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, Schirmherrin von „digital.engagiert“
  • Dr. Joana Breidenbach, Gründerin betterplace lab

13.25 Uhr           Zukunftsausblick

  • Dr. Holger Krimmer, Geschäftsführer, ZiviZ im Stifterverband

13.30 Uhr           Preisverleihung

14.00 Uhr           Urkundenübergabe

  •  An alle Teilnehmenden und Coaches von „digital.engagiert“

14.15 Uhr           Kulinarischer Ausklang

In ländlichen Regionen droht vielen Vereinen das Aus

In ländlichen Regionen droht vielen Vereinen das Aus
  • Eine neue Sonderauswertung des ZiviZ Survey 2017 – der einzig repräsentativen Befragung zivilgesellschaftlicher Organisationen in Deutschland – zeigt, dass sich zwischen 2006 und 2016 in ländlichen Regionen über 15.500 Vereine aufgelöst haben, jeder Neunte.
  • Vereine in Dörfern, Gemeinden und Kleinstädten haben demnach zunehmend Schwierigkeiten, Engagierte zu gewinnen und zu binden. Die Digitalisierung kann helfen, die Probleme zu überwinden.
  • Auftraggeber der Studie ist die Förderinitiative "digital.engagiert" von Amazon und Stifterverband, die Vereine und gemeinnützige Organisationen bei ihren Projektideen zur Digitalisierung der Zivilgesellschaft unterstützt.
  • Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitales im Bundeskanzleramt, übernimmt die Schirmherrschaft der Initiative.

Berlin, 5. September 2018 – Das Vereinsleben im ländlichen Raum aufrecht zu erhalten, wird durch den demografischen Wandel erschwert: Die Bevölkerung altert und Menschen wandern ab. Hinzu kommen Nachwuchsprobleme: „Gerade jüngere Menschen verbinden mit ehrenamtlichen Positionen nicht länger hohes Prestiges, binden sich auch nicht mehr lebenslang an einzelne Organisationen“, sagt Holger Krimmer, Geschäftsführer der ZiviZ im Stifterverband. So verzeichnet mittlerweile nahezu jeder vierte Verein in ländlichen Regionen erhebliche Rückgänge bei den Engagierten-Zahlen (22 Prozent), weil Engagierte fehlen oder Vereine ihre Ehrenamtlichen nicht langfristig binden können. In den Städten fällt diese Zahl mit rund 14 Prozent weitaus geringer aus. Insbesondere in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt sind Vereine in Gefahr. Gut schneidet hingegen Baden-Württemberg ab.

Diese Entwicklung gefährde den gesellschaftlichen Zusammenhalt in dünn besiedelten Landkreisen: „Schon heute können Kommunen und Staat vielerorts nicht mehr dieselben Leistungen der Daseinsvorsorge wie in der Stadt bieten und sind auf das Engagement der Bürgerinnen und Bürger angewiesen“, sagt Holger Krimmer. „Damit droht immer mehr Menschen, von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben abgeschnitten zu werden.“

Die Studie „Vereinssterben im ländlichen Raum – Digitalisierung als Chance“ macht deutlich, dass die verstärkte Nutzung digitaler Technologien dem Vereinssterben auf dem Land entgegenwirken kann: Cloud-Lösungen und Video-Konferenzen beispielsweise ersparen lange Wege zur Vereinsarbeit. Optimierte Arbeitsprozesse durch moderne Kommunikationswege können es erleichtern, neue Engagierte zu gewinnen. Hier seien vor allem die Kommunen, Bund und Länder, aber auch Unternehmen gefordert:

„Digitaler Fortschritt erleichtert es Ehrenamtlichen, sich zu engagieren und Mitstreiter zu gewinnen. Es ist wichtig, dass Vereine die Chancen digitaler Technologien für gute Zwecke nutzen können – gerade auch um junge Menschen besser zu erreichen“, sagt Dorothee Bär, Staatsministerin im Bundeskanzleramt und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung. Als Schirmherrin begleitet sie fortan die Förderinitiative "digital.engagiert" von Stifterverband und Amazon, in deren Kontext die aktuelle Studie veröffentlicht wurde. Ralf Kleber, Country Manager Amazon.de und Mitinitiator der Initiative, betont: „Digitalisierung soll nicht nur Unternehmen zu Gute kommen. Wir wollen, dass auch die Zivilgesellschaft davon profitiert. Dafür öffnen wir unsere Türen und stehen mit Technologie-Expertise sowie finanzieller Unterstützung bereit.“

Wie genau sich digitale Ansätze im Ehrenamt nutzen lassen, zeigt die Studie anhand von Fallbeispielen: So reagierte die Tafel Ginsheim-Gustavsburg e.V. in Hessen auf sinkende Engagierten-Zahlen zum Beispiel mit einer Online-Plattform, die Sachspenden vermittelt. Und der LandesSportBund Niedersachsen e.V. hat eine „Digitale Geschäftsstelle“ ins Leben gerufen und nutzt Cloud-Lösungen für Aufgaben des Vorstandes. Mit den unterschiedlichen Ansätzen konnten beide Vereine den Verwaltungsaufwand deutlich reduzieren.

Ausführliche Informationen zur Studie „Vereinssterben im ländlichen Raum – Digitalisierung als Chance“ finden sie hier. Bei Fragen oder Anmerkungen zu den Studieninhalten haben, melden Sie sich jederzeit bei Patrick Gilroy (Patrick.Gilroy@stifterverband.de).

Tech for Good: Vostel und KARL, der Ökobot diskutieren bei der CeBIT über digitales Engagement

Tech for Good: Vostel und KARL, der Ökobot diskutieren bei der CeBIT über digitales Engagement

Die Chancen der Digitalisierung standen auf der CeBIT in Hannover im Zentrum – und das keineswegs nur fürs Geldverdienen, sondern auch für die Zukunft des sozialen Engagements. Das repräsentierten insbesondere zwei Teilnehmerinnen von „digital.engagiert“, der Förderinitiative von Amazon und Stifterverband: Stephanie Frost von vostel, einer Online-Plattform zur Vermittlung von ehrenamtlichem Engagement, und Kirsten Hillebrand von KARL, der Ökobot, der Nutzern mit Hilfe von Bot-Technologie personalisierte Handlungsempfehlungen und Tipps zum Umweltschutz zur Verfügung stellt.

Auf einer Panel-Diskussion zum Thema „Tech for Good“ tauschten sich die beiden Teilnehmerinnen mit Simon Stegemann von N3XTCODER, das digitale Produkte zur Lösung sozialer Probleme nutzt, und Anika Ochsenfahrt von Rehago – einer Virtual Reality App, die Menschen mit halbseitiger Lähmung Trainings anbietet – über die enormen Chancen digitaler Technologien für Sozialunternehmen aus. Zugleich sprachen sie aber auch über die zwei größten Hürden für soziale Start-ups: finanzielle Förderung und mangelnde Sichtbarkeit. Tatsächlich wandte sich die Moderatorin Katrin Elsemann von Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND) gleich zu Beginn der Veranstaltung spontan ans Publikum und fragte: Wer hat sich schon einmal mit sozialem Unternehmertum in der Digitalwelt auseinandergesetzt? Nur drei Hände schossen nach oben.

 „Die Begeisterung für digitales Engagement wächst – und doch gibt es da noch viel Luft nach oben“, meint Stephanie Frost von vostel und erklärt: „Viele Menschen in Deutschland wissen bislang nicht, dass sich Freiwilligenarbeit und Engagement auch ganz einfach über das Netz organisieren lassen – und sind dann positiv überrascht, wenn sie von unseren Initiativen hören. Manchmal vergessen wir eben, dass nicht alle ‚Digital Natives‘ sind – und wir deshalb noch einiges erklären müssen.“ Ihre Organisation nutzt moderne Technologien, um ehrenamtliches Engagement zu digitalisieren: Auf der Online-Plattform von vostel können Freiwillige mit ein paar Klicks Aufgaben und Projekte finden, für die sie sich engagieren wollen – und sich schnell und unkompliziert mit Organisationen vernetzen. Dabei profitieren die Freiwilligen von automatisierten Funktionen wie zum Beispiel dem digitalen Buchungssystem oder dem „vostel-o-mat“, der Angebote nach ihren Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten herausfiltert.

Neben der Sichtbarkeit von digitalem Sozialengagement war auch die Frage der Förderung ein wichtiges Thema der rund einstündigen Panel-Diskussion. Denn gerade für soziale Start-ups ist es noch immer sehr schwierig, finanzielle und technische Unterstützung sowie Investoren zu finden – vor allem im Vergleich zu profitorientierten Start-ups. „Dabei geht es nicht nur um Gelder, sondern vor allem um Netzwerke“, erklärt Kirsten Hillebrand: „‚digital.engagiert‘ setzt genau dort an – und hat uns schon jetzt viele Türen geöffnet.“ Ihr Start-up KARL, der Ökobot soll Konsumenten mit Hilfe einer sogenannten Chatbot-Technologie dabei unterstützen, sich umweltfreundlich zu verhalten. Das selbstlernende System soll sich dabei auf Basis von Datenstrukturen den Bedürfnissen des Users anpassen – und beantwortet ihnen ihre drängendsten Fragen zu nachhaltigem Handeln oder schickt personalisierte Tipps und Tricks.

Trotz bestehender Herausforderungen für Sozialunternehmen, sind Stephanie Frost und Kirsten Hillebrand positiv gestimmt. Bei der CeBIT hat sie besonders das ehrliche Interesse und die große Unterstützung innerhalb der Community überrascht. Kirsten Hillebrand fasste diese Erfahrung so zusammen: „Schlussendlich verfolgen wir eben alle dasselbe Ziel – gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und die Hürden für digitales Engagement abzubauen.“

Wir sind „digital.engagiert“: Digitalisierungstage für die Zivilgesellschaft

Wir sind „digital.engagiert“: Digitalisierungstage für die Zivilgesellschaft

Sie gehen mit großen Schritten voran: Zwölf Wochen nach dem Start von „digital.engagiert“ – einer Förderinitiative von Amazon und Stifterverband zur Digitalisierung der Zivilgesellschaft – trafen sich die Vertreter der 15 teilnehmenden Projekte in Berlin zu einem intensiven Training. Die beiden Tage hatten es in sich: Im Kreuzberger Ambiente des Social Impact Labs lieferte Ralf Kleber, Country Manager von Amazon.de, gleich zu Beginn Einblicke in Amazons Maschinenraum – und erzählte, mit welchen Kniffs Amazon versucht, ständig innovativ zu bleiben . Seine Begeisterung für die Projekte war spürbar: „Die Zivilgesellschaft braucht Mutmacher wie Euch!“

Auch Norbert Kunz, CEO der Social Impact gGmbH, betonte – in großer Übereinstimmung mit seinem Vorredner – die wichtigste Komponente eines jeden Projekts oder Geschäftsmodells: die Zielgruppe. Deswegen sollten Unternehmen und Geschäftsmodelle agil bleiben und sich stets daran orientieren, was die Bedürfnisse der Zielgruppe sind und wie sie sich verändern. Darauf aufbauend widmete sich Dr. Joana Breidenbach, Gründerin von betterplace, dem Thema Organisationsentwicklung und präsentierte die holokratische, hierarchiefreie Arbeitskultur als ein Beispiel für einen modernen Weg professioneller Teamarbeit. In der Mittagspause war spürbar, dass sie mit ihrem Vortrag einen Nerv bei den teilnehmenden Projektteams getroffen hatte.

Den Nachmittag eröffnete Carolin Keupp von Amazon Web Services mit Tipps, wie gemeinnützige Organisationen und Sozialunternehmer von einer passenden und clever integrierten IT-Infrastruktur profitieren können. Sie schloss ihren Vortrag mit einem motivierenden Fazit: Selbst ohne ausgeprägte technische Vorkenntnisse kann jeder innerhalb weniger Wochen ein digitales Angebot starten – das wichtigste sei eine inhaltliche Vision.

Den inhaltlichen Abschluss des ersten Trainingstages bildete ein Beitrag von Markus Sauerhammer, Erster Vorstand Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland, der sich mit dem sprichwörtlichen Brot und Butter-Geschäft auseinandersetzte: der Finanzierung von Projekten. Neben einer umfassenden Einführung in die vielfältigen Möglichkeiten des Crowdfundings gab er auch Einblicke in weitere Möglichkeiten der Finanzierung, wie öffentliche Fördermittel und klassische Kredite.

In der Kreuzberger Abendsonne wurden die Eindrücke des Tages bei einem Grillabend diskutiert und vertieft. Hier tauschten die Teilnehmer und Coaches auch Erfahrungen und Tipps zu verschiedenen Phasen in ihren Projekten aus: von der Konkretisierung der eigenen Ideen über die Rekrutierung von Mitstreitern bis hin zu Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit – die Peers vernetzten sich und gaben sich gegenseitig wertvolle Hinweise.

Der zweite Tag ging direkt mit Schwung weiter – dieses Mal in Berlin Mitte und Blick auf das Brandenburger Tor. Zunächst gab Dr. Holger Krimmer, Geschäftsführer ZiviZ im Stifterverband, den Teilnehmern einen Überblick über den deutschen philanthropischen Sektor und die relevanten zivilgesellschaftlichen Akteure in Deutschland. Direkt im Anschluss folgte Arne Kasten, Gründer AKB Fundraising und Dozent bei der Fundraising Akademie, der unterschiedliche Strategien für ein erfolgreiches Fundraising vorschlug.

Den Abschluss des intensiven Trainingstreffens bildeten die Inputs aus den eigenen Reihen: Die Organisation innatura, die Sachspenden an gemeinnützige Organisationen vermittelt, erläuterte die eigenen Methoden zur Wirkungsanalyse. Die vostel volunteering, die ehrenamtliches Engagement vermittelt, präsentierte Möglichkeiten zur Kooperation mit Unternehmen – und wann diese sinnvoll sind. Mit diesen Erkenntnissen schloss das Trainingstreffen. In den kommenden Wochen werden die Projekte mit der Umsetzung ihrer Implementierungsvorhaben fortfahren, bis im Herbst die Abschlussveranstaltung stattfindet. 

„digital.engagiert“ unterstützt die Digitalisierung gemeinnütziger Projekte – damit auch gemeinnützige Organisationen mehr von den Möglichkeiten einer digitalen Zukunft profitieren. 160 Projekte hatten sich 2017 beworben, eine Jury hatte daraus 15 Teilnehmer ausgewählt, die nun finanziell unterstützt und von Experten-Coaches begleitet werden. Dabei steht die individuelle Beratung und Betreuung durch die Coaches im Zentrum der Initiative, so auch an den beiden Trainingstagen.

Hilfe für Helfer: Förderinitiative „digital.engagiert“ von Amazon und Stifterverband gestartet

Hilfe für Helfer: Förderinitiative „digital.engagiert“ von Amazon und Stifterverband gestartet

Über 160 Projekte aus Zivilgesellschaft und sozialem Unternehmertum haben sich bis Ende 2017 beworben – 15 davon starten jetzt in das Abenteuer „digital.engagiert“. Amazon und der Stifterverband hatten vorher Einzelpersonen und Teams im deutschsprachigen Raum zur Bewerbung aufgerufen – zum Beispiel Ehrenamtliche von Bürgerinitiativen, Vereinsmitglieder, Aktive in NGOs oder Sozialunternehmer. Ihre Projektideen sollten (1) einen Bedarf in der zivilgesellschaftlichen Arbeit stillen, (2) die zivilgesellschaftliche Arbeit erleichtern, (3) einen technikbasierten Lösungsansatz liefern und (4) skalierbar sein.

Im Zentrum der Initiative steht das individuelle Coaching durch Experten aus Zivilgesellschaft, Digitalwirtschaft sozialem Unternehmertum und dem Bildungssektor. Die Projekt-Teams erarbeiten von nun an zusammen mit ihren jeweiligen Coaches Projektpläne und setzen diese um. Ziel: Durch Wissenstransfer und finanzielle Unterstützung den Ideen Anschub geben, damit sie sich auch nach der Förderung erfolgreich weiterentwickeln.

Beim Kickoff-Event in Berlin trafen am 16. und 17. März die Teilnehmer erstmals auf ihre Coaches. Außerdem gab es ein Rahmenprogramm, unter anderem mit einer Paneldiskussion. Gudrun Schwind-Gick vom Deutschen Olympischen Sportbund und die Autoren eines gleichnamigen Thesenpapiers diskutierten mit den Gästen „Denkanstöße zur Digitalisierung der Zivilgesellschaft“.

In den nächsten sechs Monaten erhalten Teilnehmer neben ihrem individuellen Coaching auch Einblicke zu den Themen Geschäftsmodellentwicklung, Marketing, Finance, IT, PR und Kommunikation.

„Ich freue mich darauf, meine Erfahrung als Social Startup-Gründerin weiterzugeben. Durch die Digitalisierung von sozialen Projekten ist es möglich, eine breitere Zielgruppe auf eine vielfältige Art und Weise zu erreichen und für wichtige Themen in unserer Gesellschaft zu sensibilisieren - eine große Chance für soziales Unternehmertum.“, erklärt Ekaterina Alipiev, Gründerin von Jourvie, einer App, die Therapien von Essstörungen unterstützt.

Die Herausforderungen für die Teilnehmerinnen sind ganz unterschiedlich: Mit dabei ist zum Beispiel tatkräftig e.V., ein Verein der nach dem Prinzip „1 Team. 1 Tag. 1 Ziel.“ Gruppen von Freiwilligen mit gemeinnützigen Einrichtungen vernetzt, die Hilfe benötigen. Dieser Service wird nun automatisiert und skaliert, damit die die Arbeit sichtbarer wird und einem noch breiteren Publikum zur Verfügung steht. Auch das vielfach ausgezeichnete Bildungsprogramm GemüseAckerdemie ist Teilnehmer von „digital.engagiert“: Ackerdemia e.V. möchte die analoge Welt mit digitalen Lernangeboten verknüpfen. Während jede Bildungseinrichtung weiterhin einen Acker vor Ort bewirtschaftet, erhalten die Teilnehmer individualisierte, standortbezogene und bedarfsgerechte Informationen digital. Und der LandesSportBund Niedersachsen e.V. will die Verwaltungsarbeit im Ehrenamt wieder vereinfachen, indem er eine online Geschäftsstellenlösung entwickelt. Darüber können Ehrenamtliche und Vereinsmitglieder jederzeit Verbands oder Vereins-Angelegenheiten direkt und zeitsparend von Zuhause oder von Unterwegs erledigen. Damit nicht Verwaltungsaufgaben, sondern die Arbeit auf dem Sportplatz ihr Engagement prägt.

„Digitalisierung soll nicht nur Unternehmen zu Gute kommen. Wir wollen, dass auch die Zivilgesellschaft davon profitiert. Dafür öffnen wir unsere Türen und stehen mit Technologie-Expertise sowie finanzieller Unterstützung bereit“, erläuterte Ralf Kleber, Country Manager Amazon.de, bei einer Live-Schaltung im Rahmen der Veranstaltung.

Dr. Holger Krimmer, Geschäftsführer der ZiviZ gGmbH im Stifterverband, ergänzt: „Netzwerkpflege ist ein entscheidender Faktor für erfolgreiche Projekte in der Zivilgesellschaft. Mit ‚digital.engagiert‘ öffnet der Stifterverband seins, damit wir gemeinsam die digitale Zukunft des gemeinnützigen Sektors vorantreiben können“

Die erfolgreichsten Kandidaten werden zum Ende des Programms von einer hochkarätigen Jury mit Vertretern von Amazon, dem Stifterverband sowie Vertretern aus Zivilgesellschaft und Politik ausgezeichnet.

Auch die Zivilgesellschaft muss von der Digitalisierung profitieren

  • Das Thesenpapier „Denkanstöße zur Digitalisierung der Zivilgesellschaft“ zeigt Bedarf und Chancen von digitalen Ansätzen in der Zivilgesellschaft
  • Autoren des Thesenpapiers ermutigen zivilgesellschaftliche Akteure, die Chancen der Digitalisierung zu ergreifen
  • Die SPD-Bundestagsabgeordnete Saskia Esken will digitalen Wandel in Zivilgesellschaft und Ehrenamt vorantreiben
  • 15 Projekte aus Zivilgesellschaft und sozialem Unternehmertum starten ihr individuelles Coaching bei „digital.engagiert“, einer Förderinitiative von Amazon und Stifterverband

Berlin, 16. März 2018 – Die Digitalisierung verändert, wie Menschen leben und arbeiten. Allerdings sollten sich auch zivilgesellschaftliche Akteure stärker mit Fragen der Digitalisierung befassen. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren des Thesenpapiers „Denkanstöße zur Digitalisierung der Zivilgesellschaft“.

Das Thesenpapier kommt zu dem Schluss, dass es großen Nachholbedarf bei der Digitalisierung der Zivilgesellschaft gibt. Eine dem Papier zugrunde liegende Umfrage unter gemeinnützigen Organisationen in Deutschland (Studie „Digitalisierung in Non-Profit-Organisationen“) zeigt, dass sich über zwei Drittel (71%) künftig stark oder sehr stark von der Digitalisierung betroffen sehen. Jeder zweite Befragte (50%) attestiert seiner Organisation Nachholbedarf: beispielsweise beim Koordinieren von Ehrenamtlichen, Fundraising über digitale Kanäle, aber auch beim Thema Wirkungsmessung und Organisationskultur. Gleichzeitig halten über zwei Drittel (70%) der Befragten die Möglichkeit für „sehr relevant“, dass sie über digitale Tools administrative Aufgaben effizienter abwickeln können, wie z.B. Mitglieder- oder Spendenverwaltung.

Erstellt wurde das Thesenpapier von Nicole Dufft (Mitgründerin und Partner der Beratungsfirma fibonacci & friends), Dr. Peter Kreutter (Direktor der Stiftung Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung (WHU)) – beide waren Mitautoren der Studie „Digitalisierung in Non-Profit-Organisationen“ – sowie Dr. Holger Krimmer und Patrick Gilroy von „Zivilgesellschaft in Zahlen“ (ZiviZ) im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Sie untersuchten, wie die Digitalisierung zivilgesellschaftliche Akteure beeinflusst. Weitere Ergebnisse der Untersuchung: Die Digitalisierung führt zu einem Wandel der Rahmenbedingungen zivilgesellschaftlicher Selbstorganisation und sollte neben der Integration digitaler Hilfsmittel auch eine Weiterentwicklung von Organisationskultur und -struktur umfassen.

„Es geht für soziale Organisationen um ein neues Denken, agile Formen der Planung, der Organisationssteuerung, der Umsetzung von Projekten oder der Zusammenarbeit mit Kollegen“, sagt Nicole Dufft. Dr. Peter Kreutter ergänzt: „Die Digitalisierung eröffnet gemeinnützigen Organisationen neue Gestaltungsmöglichkeiten für die Erreichung ihrer Ziele.

Das Thesenpapier wurde im Rahmen einer Kick-Off-Veranstaltung der Förderinitiative „digital.engagiert“ von Amazon und Stifterverband veröffentlicht. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Saskia Esken sagt anlässlich des Starts in Berlin: „Wir werden uns im Bundestag und in guter Zusammenarbeit mit dem Familienministerium und Ministerin Franziska Giffey dafür einsetzen, dass der digitale Wandel in Zivilgesellschaft und Ehrenamt Unterstützung erhält. Im Bundesfreiwilligendienst wollen wir mit einer neuen Variante analog zum ‚Freiwilligen Sozialen Jahr Digital‘ digitale Chancen bei den verschiedensten Einsatzstellen eröffnen.“

„digital.engagiert“ unterstützt Projektideen, die zur Digitalisierung der Zivilgesellschaft beitragen – damit gemeinnützige Organisationen von den Möglichkeiten einer digitalen Zukunft profitieren.

„Indem sie digitale Lösungen professionell anwenden, können Organisationen aus Zivilgesellschaft und sozialem Unternehmertum noch mehr erreichen“, erklärt auch Prof. Dr. Andreas Schlüter, der als Generalsekretär des Stifterverbandes hinter „digital.engagiert“ steht.

Ralf Kleber, Country Manager Amazon.de und ebenfalls Mitinitiator der Förderinitiative, ergänzt: „Digitalisierung soll nicht nur Unternehmen zu Gute kommen. Wir wollen, dass auch die Zivilgesellschaft davon profitiert. Dafür öffnen wir unsere Türen und stehen mit Technologie-Expertise sowie finanzieller Unterstützung bereit.“

Seit September 2017 konnten sich Interessenten für die Teilnahme an der Förderinitiative „digital.engagiert“ bewerben. Aus 160 Einsendungen wählte eine Jury die 15 Teilnehmer aus. Diese beginnen nun damit, ihre Ideen für die Digitalisierung der Zivilgesellschaft umzusetzen.

Mit dabei ist tatkräftig e.V., ein Verein aus Hamburg, der nach dem Prinzip „1 Team. 1 Tag. 1 Ziel.“ Gruppen von Freiwilligen mit gemeinnützigen Einrichtungen vernetzt, die Hilfe benötigen. Dieser Service wird nun automatisiert und skaliert, damit die Arbeit sichtbarer wird und einem noch breiteren Publikum zur Verfügung steht. Auch das vielfach ausgezeichnete Bildungsprogramm GemüseAckerdemie ist Teilnehmer von „digital.engagiert“: Ackerdemia e.V. möchte die analoge Welt mit digitalen Lernangeboten verknüpfen. Während jede Bildungseinrichtung weiterhin einen Acker vor Ort bewirtschaftet, erhalten die Teilnehmer individualisierte, standortbezogene und bedarfsgerechte Informationen digital. Der LandesSportBund Niedersachsen e.V. will die Verwaltungsarbeit im Ehrenamt vereinfachen, indem er eine online Geschäftsstellenlösung mit kleinen und mittleren Landesfachverbänden entwickelt. Darüber können Ehrenamtliche und Vereinsmitglieder jederzeit Verbands- oder Vereins-Angelegenheiten direkt und zeitsparend von Zuhause oder von Unterwegs erledigen. Damit nicht Verwaltungsaufgaben, sondern die Entwicklungsarbeit und die Gestaltung von Sport und Bewegung in Vereinen und Verbänden ihr Engagement das Handeln prägen.

Herzstück der Initiative ist ein praxisnahes und individualisiertes Coaching-Programm durch Experten aus Zivilgesellschaft, Digitalwirtschaft, sozialem Unternehmertum und dem Bildungssektor. Hinzu kommen Trainings zu den Themen Strategie, Geschäftsmodellentwicklung, Technische Umsetzung, IT-Infrastruktur, Marketing/Branding, Finanzen, PR/Kommunikation sowie Netzwerkpflege. Die erfolgreichsten Projekte werden am Ende des Programms von einer hochkarätigen Jury mit ausgewiesenen Experten aus Zivilgesellschaft und Digitalwirtschaft ausgezeichnet.

Weitere Neuigkeiten rund um die Förderinitiative gibt es unter www.digitalengagiert.de, das Thesenpapier „Denkanstöße zur Digitalisierung der Zivilgesellschaft“ gibt es hier.

"digital.engagiert": Denkanstöße zur Digitalisierung der Zivilgesellschaft

Im Rahmen des Kick-Off Treffens der Förderinitiative „digital.engagiert“ von Amazon und Stifterverband veröffentlicht ZiviZ im Stifterverband in Zusammenarbeit mit Experten von betterplace lab, fibonacci & friends und der WHU Otto Beisheim School of Management ein „Mutmacherpapier“ mit 7 Denkanstößen zur Digitalisierung der Zivilgesellschaft. Das Thesenpapier lässt sich hier herunterladen.

Digitale Ideen für eine gute Sache: Das sind die Teilnehmer von „digital.engagiert“

Digitale Ideen für eine gute Sache: Das sind die Teilnehmer von „digital.engagiert“

160 gemeinnützige Organisationen und Sozialunternehmen haben sich bis Dezember 2017 für die Förderinitiative „digital.engagiert“ von Amazon und Stifterverband beworben – 15 Projekte von ihnen hat die Jury ausgewählt und zur Teilnahme an dem Coaching-Programm eingeladen. Alle Bewerber wollen mit innovativen Ideen die Digitalisierung der Zivilgesellschaft vorantreiben – die Auswahl fiel entsprechend schwer.

Dies sind die 15 Teilnehmer von „digital.engagiert“, die wir nun ein halbes Jahr lang mit einem persönlichen Coach und einem umfangreichen Coaching-Programm begleiten werden:

DayCare Technology gUG

Das Team hinter „DayCare Technology“ hat eine Vision: Mithilfe virtueller Realität können Menschen mit Beeinträchtigungen Orte erleben, die für sie sonst kaum zugänglich sind.

Kultur Life gGmbH

Interaktives Lernen in leichter Sprache: Das Team hinter dem Projekt „Macht der Sprache“ der Kultur Life gGmbH möchte Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt schaffen. Menschen mit Beeinträchtigungen werden durch eine Lernsoftware befähigt, erfolgreich an digitalen Bewerbungsprozessen teilzunehmen – gegen soziale Ausgrenzung und für einen inklusiven Arbeitsmarkt.

innatura gGmbH

Überfluss trifft auf Bedürftigkeit – „innatura“ vermittelt Sachspenden für soziale Zwecke. „Spenden statt wegwerfen“ soll das Leitmotiv von Entscheidern in Hersteller- und Handelsunternehmen sein. Daran arbeitet das Team hinter „innatura“ und möchte ihre Idee skalieren. Die Herausforderung dabei: der Ausbau der Logistik und die IT-Unterstützung der Prozesse.

Vostel Volunteering UG

Die Plattform „vostel.de“ vermittelt wirkungsvolles ehrenamtliches Engagement– unabhängig von Vor- und Sprachkenntnissen sowie Zeitbudget. Mit Hilfe von „digital.engagiert“ will das Team die eigene Arbeit skalieren und sich zu einer wichtigen Anlauf- und Qualifizierungsstelle für Freiwilligenengagement und Corporate Volunteering entwickeln.

Ginsheim-Gustavsburger Tafel e.V.

Der „Ginsheim-Gustavsburger Tafel e.V.“ möchte mit dem Projekt „SOLVE! Sachspenden online vermitteln“ Möbelspenden durch eine Online-Plattform effizienter und kostengünstiger organisieren – durch weniger Zeitaufwand und gesunkener Fahrt- und Lagerraumkosten. Das Projektteam aus Geflüchteten will den Verein mithilfe digitaler Lösungen professionalisieren.

Fearless Democracy e.V.

Das Team von „Fearless Democracy“ möchte mit dem Projekt „HateAid“ Menschen, die digital gemobbt werden, eine Hilfsplattform zur Verfügung stellen – eine digitale Anlaufstelle für Betroffene, die Selbstschutz und Orientierung gibt.

tatkräftig e.V.

tatkräftig e.V. ist ein Verein, der nach dem Prinzip „1 Team. 1 Tag. 1 Ziel.“ Gruppen von Freiwilligen mit gemeinnützigen Einrichtungen vernetzt, die Hilfe benötigen. Mit Hilfe von „digital.engagiert“ soll der Service automatisiert und skaliert werden, damit die Arbeit sichtbarer wird und einem breiteren Publikum zur Verfügung steht.

Enactus, Leibniz Universität Hannover e.V.

Die studentische Initiative „Enactus“ will die Welt im Kleinen durch unternehmerische Projekte verbessern. Mit dem Projekt „Pfandschaf(f)t“ soll das Spenden von Pfand erleichtert werden, indem digitale Tools Pfandgeber und Pfandsammler miteinander verbindet. So wird das Pfandsammeln nicht nur einfacher, sondern für alle Beteiligten auch effizienter.

Social Orange

Dokumentation ist in der sozialen Arbeit ein zeitaufwändiger Prozess – und steht nicht selten in Konflikt mit den eigentlichen Aufgaben: der Unterstützung von Menschen. Durch Digitalisierung und Automatisierung der Dokumentation sollen die eigentlichen Aufgaben gestärkt und Menschen in der sozialen Arbeit entlastet werden.

Data Science for Social Good Berlin

„Data Science for Social Good“ hilft Non-Profit-Organisationen, von den Vorteilen dateninformierter Arbeit zu profitieren – durch die Vernetzung mit Experten aus diesem Bereich. Die Initiatoren organisieren für ihr „Projekt Reichweite“ digitale Events und Workshops, bei denen zivilgesellschaftliche Akteure mit Daten-Experten vernetzt werden.

LandesSportBund Niedersachsen e.V.

Der „LandesSportBund Niedersachsen e.V.“ will die Verwaltungsarbeit im Ehrenamt vereinfachen, indem er eine online Geschäftsstellenlösung mit kleinen und mittleren Landesfachverbänden entwickelt. Darüber können Ehrenamtliche und Vereinsmitglieder jederzeit Verbands- oder Vereins-Angelegenheiten direkt und zeitsparend von Zuhause oder von Unterwegs erledigen. Damit nicht Verwaltungsaufgaben, sondern die Entwicklungsarbeit und die Gestaltung von Sport und Bewegung in Vereinen und Verbänden ihr Engagement das Handeln prägen.

KARL, der Ökobot

Umweltschutz ist vielen Menschen wichtig, doch sie wissen oft nicht genau, was sie konkret ändern können, um in diesem Sinne zu handeln. Das Team von „KARL, der Ökobot“ möchte mit Hilfe der Bot-Technologie personalisierte Handlungsempfehlungen und Tipps zur Verfügung stellen – damit aus Vorsätzen Handlungen werden.

Ackerdemia e.V.

Das vielfach ausgezeichnete Bildungsprogramm „GemüseAckerdemie“ möchte die analoge Welt mit digitalen Lernangeboten verknüpfen. Während jede Bildungseinrichtung weiterhin einen Acker vor Ort bewirtschaftet, erhalten die Teilnehmer individualisierte, standortbezogene und bedarfsgerechte Informationen digital.

Turning Tables Deutschland

„Turning Tables“ ist eine internationale NGO, die in fünf Ländern innovative Musik- und Filmprojekte mit marginalisierten Jugendlichen durchführt. Nun wollen die Initiatoren auch in Deutschland ein mobiles Containerstudio aufbauen und so Jugendlichen beibringen, digitale Technik zu nutzen, um ihre Sorgen, Hoffnungen und Träume selbstbestimmt und kreativ in selbstproduzierter Musik- und Filmmedien auszudrücken.

Phineo gAG

Wirkungsmessung in Bereich der Gemeinnützigkeit wird immer wichtiger. Das Wirk-O-Meter von „Phineo“ soll ein Online-Test werden, mit dem Organisationen die Wirkung ihrer Arbeit ermitteln können. Der Test soll einen spielerischen Themenzugang ermöglichen und teils individualisiertes Feedback zum Wirkungsgrad zur Verfügung stellen. Die Eingaben werden anonymisiert gespeichert, was spätere Sektor-bezogene Analysen erlaubt.

Diese Projektideen digital engagierter Menschen und Organisationen zeigen, wie Digitalisierung gemeinnützigen Organisationen und Sozialunternehmen zugutekommt. Amazon und Stifterverband freuen sich, sie im kommenden Halbjahr finanziell und ideell zu unterstützen – bis zur Abschlussveranstaltung, auf der für drei Projekte weitere Preisgelder winken.

Expertise für die gute Sache: Das sind die Coaches für „digital.engagiert“

Expertise für die gute Sache: Das sind die Coaches für „digital.engagiert“

Herzstück der Förderinitiative „digital.engagiert“ von Amazon und Stifterverband ist die individuelle Unterstützung von Projekten. Das Ziel: Die Chancen der Digitalisierung für die Zivilgesellschaft nutzen.

Bis zum 15. Dezember 2017 konnten sich Sozialunternehmer und zivilgesellschaftliche Akteure mit ihren Ideen zur Digitalisierung der Zivilgesellschaft für das Programm bewerben. Voraussetzung: Ihre Projektideen erleichtern die zivilgesellschaftliche Arbeit, beinhalten einen technikbasierten Lösungsansatz und sind skalierbar. 160 Bewerbungen sind eingegangen. Nun werden 15 Projekte ausgewählt, die ab Frühjahr 2018 ein halbes Jahr gefördert und von jeweils einem Coach begleitet werden – von der ersten Planung bis zur Umsetzung ihrer Projekte.

Die Teilnehmer werden bald verkündet, schon jetzt stehen die Coaches fest. Die Initiatoren von „digital.engagiert“ konnten anerkannte Experten aus Zivilgesellschaft und Digitalwirtschaft, sozialem Unternehmertum und dem Bildungssektor für die Aufgabe gewinnen:

So gehört Vincent Zimmer dazu, der mit Kiron Open Higher Education Barrieren für Flüchtlinge auf dem Weg zur Hochschulbildung abbaut – durch digitale Lernangebote. Als Gründer kennt er sich gut mit der Geschäftsentwicklung in Sozialunternehmen aus. Oder der Autor Andre Wilkens, der seine vielfältigen Erfahrungen aus seiner Laufbahn bei EU, Stiftungen und der UNO einbringen kann. Er ist geschäftsführender Vorstand und Mitbegründer der Initiative „Die offene Gesellschaft“, die sich für Demokratie und das politische Gemeinwesen einsetzt. Anne-Sophie Pahl ist bei der Ehrenamt-Plattform Youvo für die Betreuung der Community aus Kreativen und sozialen Organisationen zuständig. Sie berät diese in den Feldern Kommunikation und Digitalisierung.

Die Coaches werden die Teilnehmer für ein halbes Jahr sehr praxisnah unterstützten und begleiten. Neben Zimmer, Wilkens und Pahl haben als Coach bisher zugesagt:

  • Nancy Birkhölzer, Managing Partner bei IXDS, einem Produktentwickler für nachhaltige Geschäftsideen
  • Sebastian Schwiecker, CTO bei clarat, dem Hilfe-Verzeichnis des sozialen Sektors in Deutschland für Flüchtlinge
  • Claudia Winkler, Mitgründerin von goood, einem Anbieter von Handytarifen, bei denen ein Teil des Erlöses als Spende an gemeinnützige Projekte weitergegeben wird
  • Prof. Dr. Heike Marita Hölzner, die an der HTW Berlin u.a. zum Thema Digitalisierung und digitale Transformation forscht
  • Markus Sauerhammer von der Crowdfunding Plattform Startnext
  • Bea Polei von der Stiftung Bürgermut, die eine Übertragung vorbildlichen und innovativen Engagements vor Ort fördert
  • Jonas Deister von Sozialhelden e.V., dem Netzwerk ehrenamtlich engagierter Menschen, die sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen
  • Hannes Klöpper, Gründer der Online-Lernplattform Iversity
  • Jeannette Gusko, Leiterin des DACH-Büros von GoFundMe
  • Dr. Diana Knodel, Gründerin und Geschäftsführerin von App Camps, einem Anbieter von kostenlosem Unterrichtsmaterial zu Programmierung und digitalen Themen
  • Kevin Gehrmann, Account Manager bei Amazon Web Services
  • Ekaterina Alipiev, Gründerin von Jourvie, einer Unterstützungsapp für Menschen mit Essstörungen wie Magersucht, Bulimie und Esssucht

„digital.engagiert“: Bewerbungen noch bis Freitag möglich

„digital.engagiert“: Bewerbungen noch bis Freitag möglich

Hast Du Ideen, wie man die Chancen der Digitalisierung für die Zivilgesellschaft nutzen kann? Dann bewirb Dich ganz unkompliziert noch bis Freitag, 15.12.2017, auf www.digitalengagiert.de! Die Initiative von Amazon und Stifterverband, setzt dabei auf Coaching und Hilfe zur Selbsthilfe. Dazu wählt eine Jury zunächst aus allen Bewerbungen 15 Teilnehmer aus, die ab Frühjahr 2018 ein halbes Jahr unterstützt und begleitet werden – von den ersten Planungen bis zur (digitalen) Umsetzung der Projekte. „digital.engagiert“ setzt da an, wo es häufig hakt: bei individualisiertem Coaching und praktischer Hilfe.

Schon jetzt zeigt sich, dass viele Projekte diese Hilfe in Anspruch nehmen wollen. Bewerben können sich Einzelpersonen und Teams aus allen Bereichen von Zivilgesellschaft und sozialem Unternehmertum. Die eingereichten Projektideen sollten dabei drei Voraussetzungen erfüllen: Erleichterung zivilgesellschaftlicher Arbeit, technikbasierte Lösungsansätze und mögliche Skalierbarkeit.

Während des Programms arbeiten Teilnehmer gemeinsam mit ihrem individuell ausgewählten Coach an der Verwirklichung ihrer Idee. Ihnen steht finanzielle Unterstützung in einer Gesamthöhe von 120.000 Euro zur Verfügung, davon 5.000 Euro Sockelfinanzierung für jedes Projekt; der Rest wird nach Bedarf unter den Teilnehmern verteilt.

Am Ende der halbjährigen Entwicklungs- und Umsetzungsphase steht eine Preisverleihung, mit zusätzlichen Preisgeldern in Höhe von 30.000 Euro. Wichtiger als die Auszeichnungen sind aber die Impulse, die von den Projektideen ausgehen sollen: für noch zielgerichteteres, wirkungsvolleres Engagement und modernes zivilgesellschaftliches Handeln.

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