"Digitalisierung beginnt nicht am Computer"

6 Monate, 12 Teams, herausgefiltert aus rund 150 Bewerbungen – und auf einmal reduziert sich alles auf einen Tag und wenige Minuten: Am 20. November wurden im Rahmen der ZEIT Konferenz „Der Auftrag“ die Gewinner der diesjährigen Runde von digital.engagiert gekürt. Ausgezeichnet wurden: Racketmind Badminton (1. Platz), die NOW-App (2. Platz) und LEE (3. Platz). Hier ein Rückblick.

„Das Besondere bei digital.engagiert ist, dass es um zukunftsfokussiertes Engagement geht. Ganz neue Lernformate sind heute wichtiger denn je, weil Digitalisierung nicht nur verändert, wie wir leben und arbeiten, sondern auch wie wir lernen,“ so würdigte Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung und Schirmherrin der Förderinitiative, vor der Preisverleihung das Engagement der 12 teilnehmenden Teams. Und wie groß die Bandbreite dieses Engagements ist, das durch digital.engagiert gefördert wird, zeigen schon die drei Gewinner-Projekte.

Mit einer Online-Plattform arbeitet das Projekt Racketmind Badminton darauf hin, bei einem größeren Publikum noch mehr Begeisterung für die schnellste Rückschlagsportart der Welt zu entwickeln. Die Plattform ermöglicht es Trainerinnen und Trainern, zeit- und ortsunabhängig auf Expertenwissen und Schulungsmaterialien zuzugreifen. So wird es für sie einfacher, sich weiterzubilden und auf die Trainingsarbeit vorzubereiten – und ihr Wissen weiterzugeben. Das Team von NOW hat eine App-basierte Plattform entwickelt, mit der Freiwillige ihre Aktivitäten und die entwickelten Kompetenzen tracken und sichtbar machen können. Ein positiver Nebeneffekt: Weil transparent wird, wie sich die Helfer weiterentwickelt haben, wird das Ehrenamt wieder attraktiver. Die Macher von LEE entwickeln ein App-basiertes Mentoringprogramm, das LSBTIQ -Jugendliche und junge Erwachsene mit erfahrenen Mentoren aus der Community zusammenbringt. Sie finden so Unterstützer, die sie auf ihrem persönlichen Weg begleiten.

Doch auch die anderen Projekte wurden gewürdigt. In ihrer Laudatio betonte Gudrun Schwind-Gick vom Deutschen Olympischen Sportbund, dass digital.engagiert eine Teamleistung ist: „ Denn häufig ist es doch so, dass die Abstände der Leistungen unter den ersten 10-15 im Teilnehmerfeld nur marginal sind. Oder dass es in einem Team zwar herausragende Spielerinnen und Spieler gibt, zuletzt aber die Mannschaftsleistung zählt!“ Die Teilnahme an der Initiative hat sich für alle Projekte gelohnt: Neben finanzieller Unterstützung haben alle Teams Coaches an die Seite bekommen, mit denen sie ihre Ideen vorantreiben konnten. Und: Ein engagiertes Netzwerk von Experten gab es dazu.

Beim Abschlussevent von digital.engagiert ging es auch um die ganz großen Themen: Vor der Preisverleihung diskutierten Moderator Manuel Hartung, Ralf Kleber, Country Manager Amazon.de, und Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbands, wie durch digitales Engagement neue Bildungschancen entstehen. „Digitalisierung beginnt nicht am Computer, sie beginnt im Kopf. Deshalb ist es uns wichtig, digitale Bildungsarbeit zu fördern“, so Ralf Kleber während des Panels. Denn am Anfang jeder großen, neuen Idee steht die Bereitschaft, sich in unbekannte Gefilde vorzuwagen – das gilt für Unternehmen ebenso wie für gemeinnützige Organisationen. Umso besser, dass die Förderinitiative digital.engagiert im nächsten Jahr fortgesetzt wird! Das verrieten Ralf Kleber und Andreas Schlüter nämlich bereits auf dem Podium. „Wir freuen uns auf eine weitere Förderrunde. digital.engagiert leistet einen wichtigen Beitrag, bürgerschaftliches Engagement zugunsten gemeinnütziger Zwecke zu unterstützen – für ein zivilgesellschaftliches Miteinander“, erklärte Schlüter. Die dritte Runde der Förderinitiative startet Anfang 2020. Im Fokus: junges Engagement, das sich mit und für digitale Zukunftskompetenzen einsetzt

Übrigens: Für die drei Gewinner-Teams gab es noch eine kleine Überraschung: Im Frühjahr 2020 organisieren Amazon und Stifterverband gemeinsam mit N3XTCODER bei Amazon in Berlin einen Hackathon, um den drei Gewinnerprojekten noch einen Schub zu geben, bevor die Förderrunde von digital.engagiert dann auch für sie abgeschlossen ist.

Sich politisch beteiligen mit „etc. pb.“

„…etc. pp.“ – so enden oft die Antworten, wenn Kommunalpolitiker*innen nach ihren Aufgaben gefragt werden. Diese engagieren sich politisch meist neben Beruf plus Familie und haben entsprechend viel um die Ohren. Da ist es mühsam, nebenbei noch regelmäßig zu Seminaren zu fahren, um sich über Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung zu informieren. Angelehnt an die Antwort der Kommunalpolitiker*innen hat der Verein Politik zum Anfassen den Podcast „etc. pb.“ ins Leben gerufen, der sie beim Stand der Dinge abholt und ihnen handlungsorientiertes Wissen „to go“ mitgibt. digital.engagiert hat das Projekt in der Förderrunde 2019 unterstützt.

 

Auf dem Weg vom Rathaus zum Pressetermin, zur Freiwilligen Feuerwehr oder zum Kaninchenzüchterverein ist es schwierig, mal eben bei einem Seminar vorbeizuschauen. Einen Podcast kann man aber auf dem Weg hören – ebenso beim Sport, beim Kochen oder wo auch immer man möchte. Das ist der ganz logische Gedanke hinter „etc. pb.“ Der Podcast soll Kommunalpolitiker*innen soll unter der Devise „Aus der Praxis für die Praxis“ Wissen über Bürgerbeteiligung vermitteln. Unterhaltsam, handlungsorientiert, mit ganz viel neuen Ideen und Spaß.

 

Die Moderator*innen Cinja Schröder und Gregor Dehmel haben schon eine ganz lange Liste von Themen, die im Podcast besprochen werden sollen. Gäste werden eingeladen, die spannende Beteiligungserfahrung aus der Praxis mitbringen: Architekt*innen, Mitarbeiter*innen in Beteiligungsbüros, Jugendpfleger*innen, Kommunalpolitiker*innen. Kombiniert wird das mit nützlichen Aspekten aus der Theorie, etwa Forschung zu Partizipationsbereitschaft oder digitale und analoge Tools. Es geht darum, ganz viele Projekte und Ideen vorzustellen – damit Kommunalpolitiker*innen das Rad nicht neu erfinden müssen, wenn sie selbst etwas auf die Beine stellen.

 

Politik zum Anfassen hat 2006 am Küchentisch angefangen, Projekte für Jugendbeteiligung, politische Bildung und Medienpartizipation zu entwickeln. Der Verein hat heute unter dem Motto „Wir machen Lust auf Demokratie“ verschiedenste erfolgreiche Angebote für mehr politische Beteiligung: Planspiele, Workshops

OderDojo: Digitale Bildung auch in ländlichen Regionen

OderDojo: Digitale Bildung auch in ländlichen Regionen

 

Immer mehr Menschen kommen aus ländlichen Regionen in größere Städte. Nicht so Cornelia Gamst von OderDojo: Entgegen dem Trend zieht es sie aus Berlin in die Oder-Spree-Region. Was sie braucht, um richtig anzukommen? Ein Projekt, das in der Region einen Unterschied macht. Daher baut Cornelia kurzerhand offene Programmier-Werkstätten für Kinder und Jugendliche auf. Denn gerade im ländlichen Raum besteht großes Potenzial, ihnen über solche und vergleichbare Initiativen wichtige digitale Kompetenzen wie Programmieren zu vermitteln. OderDojo, so der Name des Projekts, hat sich durch die Unterstützung von digital.engagiert und Coachin Louise Buscham deutlich weiterentwickelt. Wie genau, das erläutern Projektleiterin Cornelia Gamst und ihre Coachin im Interview.

 

Ganz kurz: Wer bist du und was machst du bei OderDojo?

Cornelia: Ich wohne und arbeite derzeit noch in Berlin. Seit einigen Jahren zieht es mich in die Oder-Spree-Region. Hier möchte ich wohnen. Eine Frage, die mich beschäftigt: Was brauche ich, um mich dort richtig wohlzufühlen? Ich arbeite selbst im Bereich der digitalen Bildung, weshalb mir recht schnell klar war, dass ich ein Projekt initiieren möchte, das in der Region einen Unterschied macht. Ich kannte die sogenannten CoderDojos aus Berlin, aber in der Oder-Spree-Region gab es solche Angebote bisher nicht. Und daher habe ich sie einfach selbst angestoßen.

 

Louise, was ist die Idee hinter OderDojo?

Louise: Die Dojos sind offene Programmierwerkstätten für Kinder und Jugendliche, die einfach und unbürokratisch Zugang zu wichtigen Digitalkompetenzen, wie etwa Programmieren, bieten. Bei den Veranstaltungen selbst können Kinder dann auf Basis von Online-Tutorials und Ansprechpartnern vor Ort Programmieren lernen: Sie entwickeln Spiele und andere Anwendungen, bauen Websites oder experimentieren mit Hardware-LEDs. Es ist wichtig, den Einstieg so unkompliziert wie möglich zu gestalten, damit die Kinder sich trauen, mitzumachen – besonders Mädchen, die sonst oft gehemmt sind.

 

Cornelia, auf welche Meilensteine von OderDojo bist du besonders stolz?

Cornelia: Das sind eine ganze Menge: Im Sommer konnten wir die Dojos erst in Letschin und dann in Beeskow starten. Vor kurzem sind wir zum ersten Mal in einer neuen Location in Beeskow, mit der wir vor allem auch Grundschüler*innen erreichen wollen. Bisher fand das Dojo in Beeskow in einem Jugendzentrum statt, weshalb eher Jugendliche teilgenommen haben. Und mein ganz persönliches Highlight: Ich bin sehr froh darüber, dass die neue Website online gegangen ist.

 

Cornelia, bei welchen dieser Meilensteine hat die Unterstützung durch digital.engagiert besonders geholfen?

Cornelia: OderDojo war erst einmal lokal auf Frankfurt an der Oder begrenzt. Für mich war schon früh klar, dass auch Kinder anderswo in Brandenburg von den Dojos profitieren können. Aber sowas allein auf die Beine zu stellen ist natürlich eine Herausforderung. Deshalb habe ich mich mit der Idee, die Dojos auszuweiten, bei digital.engagiert beworben – und das hat prima funktioniert. Besonders hilfreich für mich war dabei die Zusammenarbeit mit Louise: Weil sie bei der Stiftung Bürgermut arbeitet, verfügt sie über viel Wissen, wie wir das Angebot skalieren und dauerhaft ehrenamtliche Mitstreiter*innen gewinnen können.

 

Louise, welche Herausforderungen habt ihr in den vergangenen Monaten gemeinsam gemeistert?

Louise: Die größte Hürde kam von außen: Es waren Sommerferien. In diesem Zeitraum konnten keine Dojos stattfinden, weshalb wir verschiedene Dinge nicht ausprobieren konnten, zum Beispiel ob Wochen- oder Wochenendtage besser geeignet sind. Weil wir bei der Durchführung der Dojos die Unterstützung von Ehrenamtlichen brauchen, war das Freiwilligenmanagement ebenfalls eine Herausforderung. Wie können wir die Freiwilligen einbinden? Was motiviert sie, an welchen Aufgaben haben sie Spaß? Welches Know-how brauchen sie, um sich in den unterschiedlichen Aufgabenbereichen einzubringen? Das sind Fragen, die uns hierbei beschäftigen.

 

Louise, was nimmst du aus der Zusammenarbeit mit OderDojo für die Stiftung Bürgermut mit?

Louise: Wir arbeiten deutschlandweit mit Initiativen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten zusammen, viele von ihnen sind ehrenamtlich getragen. Uns ist wichtig, diese auf den ersten Blick sehr verschiedenen Organisationen miteinander zu vernetzen, denn sie stehen oft vor ähnlichen Herausforderungen: Wer sich engagiert, braucht Erfahrungswissen, Förderung und auch Motivation. Der Austausch von Engagierten leistet an dieser Stelle einen wichtigen Beitrag – gerade im ländlichen Raum, wo es insgesamt weniger Förderprogramme und Vernetzungsangebote gibt.

 

Cornelia, wieso ist digitales Engagement gerade in ländlichen Gegenden wichtig?

Cornelia: An der Digitalisierung kommt niemand mehr vorbei. Und wir alle müssen lernen, mit den neuen Technologien umzugehen. Mit den Dojos möchte ich genau die Kompetenzen fördern, die dafür wichtig sind. Wenngleich es in ländlichen Regionen, wie Louise zurecht sagt, bisher wenig Förderprogramme in diesem Bereich gibt und auch bei den Schulen noch Luft nach oben besteht, sehe ich großes Potenzial. Denn immer mehr Menschen mit hoher Digitalkompetenz können ortsunabhängig arbeiten und ziehen in den ländlichen Raum. Mit den Dojos möchte ich die Strukturen schaffen, damit sie ihre Expertise auch vor Ort einbringen können.

 

Cornelia, was sind eure Pläne, um die Dojos auch auf andere Städte auszuweiten?

Cornelia: Ich möchte die Marke „OderDojo“ so beflügeln, dass sich Freiwillige inspiriert fühlen, mitzumachen. Ich stelle mir ein Netzwerk vor, dass sich mit der Zeit verselbstständigt. Dann könnten wir die Organisation und die Einarbeitung von Mentor*innen zentral bündeln. Und wir scheinen auf einem guten Weg zu sein: Konkretes Interessente gibt es schon aus Müncheberg, Buckow, Bad Belzig und Fürstenberg.

 

Louise, was wünschst du dem Team von OderDojo für die Zukunft?

Louise: Ich wünsche mir, dass sich die Dojos noch weiter im ländlichen Raum verbreiten – und zwar nicht nur in Brandenburg. OderDojo ist das beste Beispiel dafür, dass solche Angebote auch abseits von Städten funktionieren. Vor allem aber wünsche ich Cornelia, dass sie es schafft, feste Unterstützung zu finden, die mit ihr gemeinsam OderDojo als Marke ausbaut.

 

Übrigens: digital.engagiert veröffentlicht noch 2019 die Ergebnisse einer von ZiviZ im Stifterverband und dem infas Befragungsinstitut durchgeführte Studie. Dort wird auch untersucht, wie ländliche Räume im Bereich digitaler Kompetenzen vor großen Herausforderungen stehen. digital.engagiert findet: Umso wichtiger, dass sich Projekte wie OderDojo vor Ort einsetzen!

Für den Sprung nach vorne – Hackathon für Gewinnerteams

Am 20. November 2019 ist es soweit: Auf der Abschlussveranstaltung der zweiten Runde von digital.engagiert werden die diesjährigen Gewinnerprojekte im Rahmen der ZEIT Konferenz „Der Auftrag“ gekürt. Wie geht es dann für die Projekte weiter? Für die drei Gewinner-Teams wartet als Abschied aus der Förderinitiative noch ein Hackathon als Sprungbrett in ihre digital engagierte Zukunft.

 

Im Frühjahr 2020 organisieren N3XTCODER – Brückenbauer zwischen verschiedenen Wissensträgern und Partner von digital.engagiert – und die Träger der Förderinitiative Amazon und der Stifterverband für die Gewinner-Teams einen Hackathon, um die vielversprechenden Ideen noch einmal voranzubringen. Der „digital.engagiert Hackathon“ findet einen gesamten Tag lang bei Amazon in Berlin statt.

Die Veranstaltung soll den drei Teams dabei helfen, noch einmal konzentriert an konkreten Lösungen für ihre Herausforderungen zu arbeiten. Dafür warten Experten mit unterschiedlichen Hintergründen vor Ort, andere werden sich online dazu schalten.

Der Hackathon endet mit einer finalen Vorstellung der drei Gewinner-Teams, bei der sich Interessierte ein Bild davon machen können, worum es den Projekten geht, wie weit sie gekommen sind und wo sie hinwollen – denn nicht nur für digital.engagiert sind die teilnehmenden Projekte eine Bereicherung, sondern auch für die Gesellschaft.

 

Hinter den Kulissen: Geflüchtete unterstützen mit der NOW-App

Als im Sommer 2015 tausende Menschen auf der Flucht aus Syrien am Budapester Bahnhof Keleti gestrandet waren, gingen die Bilder um die Welt. Hunderten Freiwilligen ist es zu verdanken, dass den Geflüchteten damals geholfen wurde. Und auch heute ist das Engagement von Freiwilligen enorm wichtig, um Geflüchtete mit dem Notwendigsten zu versorgen, sie auf dem Weg in ein neues Leben zu begleiten und ihnen Mut zu geben. Doch wer hilft eigentlich den Helfenden? Ein Angebot für Ehrenamtliche ist NOW. Der Verein aus der Schweiz entwickelt mit Hilfe von digital.engagiert, einer Förderinitiative von Amazon und Stifterverband, eine appbasierte Lernplattform für Helfer*innen, Organisationen und Vereinen. Sie zeigt, welche Kompetenzen Freiwillige durch ihr Engagement entwickeln und wo Förderungsbedarf besteht. In Budapest sind Freiwillige aus 15 Ländern zusammengekommen, um gemeinsam in Study Sessions an der Plattform zu arbeiten.

 

Budapest ist jung, hip, pulsierend und im Herzen Europas - so auch das European Youth Center Budapest. Die Einrichtung des Europäischen Rates setzt sich für die Wahrung der Menschenrechte und Solidarität in ganz Europa ein, besonders in Bezug auf Jugendliche und jungen Erwachsene. Dort hat das NOW-Netzwerk Anfang Oktober zur „Study Session“ geladen: 23 Freiwillige zwischen 18 und 38 Jahren, die sich für Menschen mit Fluchtgeschichte engagieren, haben sich dort getroffen, um sich über ihre Erfahrungen auszutauschen und Best Practices zu teilen. Ein weiterer Punkt auf der Agenda: Die gemeinsame Arbeit an Kompetenzen für die NOW-App.

Die Idee dahinter ist leicht erklärt: Diejenigen, die anderen helfen, brauchen meist selbst Unterstützung. Die App zeigt den Freiwilligen, welche Kompetenzen und Kenntnisse sie ausgebaut haben und in welchen Bereichen sie Unterstützung erfragen können. Und damit die Plattform für die Helfenden einen echten Unterschied macht, arbeiten die Projektverantwortlichen von NOW eng mit ihnen zusammen.

„Bis jetzt haben wir die Kompetenzen meistens für unsere eigene Programme oder im Auftrag anderer Vereine entwickelt“ erklärt Rahel Aschwanden, Mitgründerin von NOW. „Bei der Study Session ist es anders. Die Entwickler*innen haben zusammen mit den Freiwilligen Kompetenzen definiert, die sie für ihr Engagement brauchen. Dadurch konnten sie von den konkreten Erfahrungen und Bedürfnissen der Helfer profitieren. Die Kompetenzen wurden mit Wissen, Übungen und Reflexionsfragen gefüllt. So ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung entstanden, die auch anderen Freiwilligen helfen kann, sich für diese Arbeit zu qualifizieren. Die Teilnehmenden haben die Kompetenzen im Nachgang der Study Session zwei Wochen lang zu Hause getestet. „Damit man sieht, ob das was sie sich ausgedacht haben, auch praktisch funktioniert“, erklärt Rahel.

Mit der Förderung durch digital.engagiert haben die Macher*innen bereits das Dashboard der Lernplattform weiterentwickelt. Auf einen Blick können die Freiwilligen dort und in Echtzeit ihre individuelle Entwicklung einsehen. Und vielleicht wird dort schon bald ein Ergebnis aus der Study Session in Budapest zu sehen sein. Denn sowohl für die Projektverantwortlichen von NOW als auch für die ehrenamtlich Engagierten war sie eine motivierende Erfahrung. Sie konnten viele Impulse für ihre Arbeit mit Menschen mit Fluchtgeschichte mitnehmen – In den kleinen und großen Diskussionsrunden im European Youth Center, beim Besuch des lokalen Vereines KALUMBA, der sich für die Rechte der Geflüchteten einsetzt, oder in der Kaffeepause. „Eines ist allen klar geworden“, so Rahel: „wir können alle unseren Beitrag für eine inklusive Gesellschaft leisten, in der sich Menschen mit und ohne Fluchtgeschichte willkommen und anerkannt fühlen“.

 

Als nächstes steht übrigens das groß Abschlussevent von digital.engagiert an – ob sich NOW einen der begehrten Preise sichern kann? Das erfahrt ihr am 20. November auf Twitter.

Digitales Experimentieren – für eine neue Generation

„Kinder haben ein Recht auf Experimente“, findet Johanna Nothacker von der MPS Bildung und Forschung GmbH. Sie meint damit naturwissenschaftliche Experimente, etwa eine Kartoffelbatterie oder einen programmierbaren Roboter. Um möglichst viele Kinder zu erreichen, arbeitet die promovierte Naturwissenschaftlerin mit Gleichgesinnten gerade an einer digitalen Lernplattform namens Labosium – und wird dabei von digital.engagiert unterstützt. Über die Lernplattform stellt das Projektteam Grundschulkindern Anleitungen für Experimente zur Verfügung. Die Nachwuchsforscher können sie nachmachen und dabei eine Begeisterung für Naturwissenschaften entwickeln – die sie noch lange begleiten soll.

Die MPS sendet Mentorin*innen an Grundschulen, um dort gemeinsam mit Schüler*innen Experimente aus Physik und Chemie durchzuführen. Das kommt bei den Kindern in aller Regel sehr gut an, denn für sie ist es ein besonderes Erlebnis: Aufgrund einer gehörigen Portion Neugier begeistern sich Kinder natürlich schnell für die Experimente. Zudem schlagen die Experimente eine Brücke zum Unterricht, denn sie sprechen die Schüler*innen auf eine den Unterricht sinnvoll ergänzende Weise an. Sie machen den Lehrstoff direkt erfahrbar und helfen vielen Kindern, besser zu lernen – und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit.

Was analog bereits erfolgreich ist, soll digital nun allen Kindern zugutekommen: Mit Hilfe von digital.engagiert baut Labosium seine E-Learning-Plattform aus und macht die vielen spannenden Experimente auch zuhause verfügbar. Unter www.labosium.de bekommen Kinder frei zugängliche, leicht verständliche und gut anwendbare Anleitungen für eigene Experimente. So haben alle Kinder die Möglichkeit, die Welt der Physik und Chemie selbst und auf eine positive Weise zu entdecken.

Das ist nicht nur deshalb wichtig, weil im Schulalltag die Freude an Experimenten manchmal etwas zu kurz kommt. Vor allem entdecken die Kinder in den Experimenten ganz neuen Seiten an sich selbst. Das motiviert sie und gibt ihnen auch für andere Schulfächer Selbstvertrauen. Weitere Motivationsschübe bekommen die jungen User*innen durch Gamification-Elemente: Sie können zum Beispiel Punkte und Auszeichnungen sammeln. Johanna hat dabei eine Hoffnung: Die Kinder sollen eine Faszination für Naturwissenschaften entwickeln, die so groß ist, dass sie sie ihr Leben lang begleitet.

Großes Ziel vor Augen: Medienkompetenz für alle

Mit der Unterstützung von digital.engagiert baut ein Team des gemeinnützigen Recherchezentrums Correctiv eine Lernplattform für interessierte Bürger*innen. Da Mediennutzung zentraler Bestandteil der politischen Meinungs- und Willensbildung ist, hat sich die Gruppe ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Die Medienkompetenz von Menschen weiterentwickeln, damit sie Medien reflektiert nutzen können. Um mit diesem Anspruch mitzuhalten, braucht es eine ganz besondere Beziehung zwischen den Verantwortlichen des Projekts und ihrem persönlichen Coach, der ihnen während der Förderphase von digital.engagiert zur Seite gestellt ist. Im Doppelgespräch sprechen David Schraven, Geschäftsführer von Correctiv, und Markus Kreßler, Gründer von Kiron Open Higher Education, über das Projekt und ihre Fortschritte.

 

David, worum geht es bei Eurem Projekt, der Bürgerakademie? Und warum habt Ihr Euch bei digital.engagiert beworben?

David: Die Bürgerakademie ist eine digitale Lernplattform, die journalistisches Wissen und Handwerk vermittelt – und zwar an jeden, der daran interessiert ist. Ihr Ziel ist es, dass Bürger*innen ihre Medienkompetenz so weiterentwickeln und ausbauen, dass sie in der Lage sind, die Arbeit der klassischen und neuen Medien zu reflektieren und zu hinterfragen. Denn für die freie Meinungsbildung in einer demokratischen Gesellschaft ist das unabdingbar. Und weil wir davon überzeugt sind, dass es wichtig und richtig ist, die Bürgerakademie als Lernprojekt für eine große Anzahl an Menschen zu etablieren, haben wir uns bei digital.engagiert beworben.

Die Bürgerakademie hat sich aus der Reporterfabrik heraus entwickelt. Wie kam es dazu, David?

David: Ebenso wie die Bürgerakademie ist es Aufgabe der Reporterfabrik, Medienkompetenz auszubauen, allerdings bei einer anderen Zielgruppe: Journalist*innen und Interessierte, die sich journalistisch betätigen wollen. Im Grunde ist es eine Journalist*innenschule für jeden. Durch unsere ausgefeilten E-Learning-Systeme haben wir jedoch irgendwann gemerkt, dass wir unsere Zielgruppen weiter fassen können und noch mehr Menschen erreichen können. Denn Medienkompetenz sollte nicht nur journalistisch Arbeitenden vorbehalten sein. Daher haben wir das Programm weiterentwickelt: Mit der Bürgerakademie, die sich explizit an alle richtet, können wir wesentlich mehr Menschen erreichen. Dazu arbeiten wir mit Partne*innen zusammen, beispielsweise Volkshochschulen. Wir freuen uns sehr, dass am 7. Oktober 2019 die erste Kooperation der Bürgerakademie startet – gemeinsam mit der Volkshochschule in Reutlingen.

Markus, wie läuft die Zusammenarbeit zwischen Euch?

Markus: Die Zusammenarbeit ist wirklich sehr entspannt und lösungsorientiert – uns kommt zugute, dass bei Correctiv alle schon über unheimlich viel Erfahrung verfügen und höchst professionell arbeiten. Wir halten uns also nicht strikt an irgendein klassisches Coaching-Curriculum, sondern gehen Themen nach Bedarf und ganz hands-on an. Was sich durch unsere Zusammenarbeit zieht: Vor jedem Treffen nehmen wir uns Themen vor, an denen wir im nächsten Schritt gemeinsam arbeiten wollen. Generell habe ich mit David und seinen Kollegen vor allem an ein paar großen strategischen Weichenstellungen gearbeitet.

David: Das stimmt! Markus hat uns gezeigt, wie wir unser Potential noch weiter ausschöpfen können und in welchen Größenordnungen wir denken können. Es kommt uns sehr zugute, dass Markus bereits Erfahrungen mit Bildungsplattformen hat.

Markus, als Coach gibst du deine Erfahrungen an das Projektteam weiter. Was nimmst du aus der Zusammenarbeit mit?

Markus: Ich konnte sehr viel von David als Unternehmer lernen – denn sie sind auf ihrem Gebiet wirklich Expert*innen. Ich würde es als eine Art Peer-to-Peer-Coaching bezeichnen. Unsere Gespräche haben mich inspiriert und ich habe viele, sehr konkrete Ideen mitgenommen. Eine Überlegung meinerseits wäre zum Beispiel, dass auch andere Bildungseinrichtungen wie Kiron die Kurse von Correctiv in ihr eigenes Curriculum aufnehmen.

David, wo hilft euch die Unterstützung durch digital.engagiert am meisten?

David: digital.engagiert hat uns tatsächlich am meisten in Sachen Vernetzung geholfen. Und zwar vor allem mit Blick auf die Unterstützung durch echte Expert*innen – wie Markus, der uns und unser Projekt versteht. Die Förderinitiative hat gutes Geschick bewiesen, ihn uns als Coach an die Seite zu stellen. Sein Wissen und seine Expertise machen für uns einen wirklichen Unterschied.

Ein Blick in die Zukunft: Wo seht Ihr die Bürgerakademie in 20 Jahren?

David: Ich hoffe, da gibt es die Welt noch (lacht). Ich wünsche mir, dass die Bürgerakademie ein etablierter Player im Bereich Medienkompetenz wird.

Markus: Da kann ich nur anknüpfen. Ich glaube, dass die Bürgerakademie eine strukturändernde Wirkung haben kann – besonders wenn es Veränderungen im öffentlichen Bildungssystem gibt. Mit der Bürgerakademie werden die Menschen selbstständig aktiv und können perspektiv auch Lerngruppen vor Ort mobilisieren. Das ist übrigens auch das, woran wir gerade arbeiten. Wie toll wäre es, wenn die Online-Plattform zum Selbstläufer werden würde?

Mit Racketmind zum olympischen Gold

Smash, Satz und Sieg für olympisches Gold? Durch das Projekt Racketmind soll dies für deutsche Teilnehmer*innen irgendwann Realität werden. Mit der Online-Plattform Racketmind vom Deutschen Badmintonverband (DBV) und dem Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen sollen Trainer*innen schnell und einfach die Möglichkeit haben, an Expert*innenwissen zu gelangen, um die Badminton-Talente des Landes bestmöglich zu fördern.

Wie in allen zivilgesellschaftlichen Bereichen – das zeigen die zwölf Teilnehmer von digital.engagiert – profitiert auch die sportliche Bildung von der Digitalisierung. Das machen sich auch der Deutsche Badmintonverband und der Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen zunutze und treiben seit 2017 digitale Sportbildungsprojekte voran. Darunter auch Racketmind. Um bei der Umsetzung noch schneller voranzukommen, haben sich die Verbände bei digital.engagiert beworben – und kommen seit Mai 2019 professionelle Unterstützung.

Racketmind Badminton ermöglicht angehenden Trainer*innen in Vereinen oder auch Lehrer*innen in Schulen, die Anwesenheitszeiten bei Präsenzlehrgängen zu reduzieren und sich noch mehr auf den Sport zu konzentrieren. Zusammen mit digital.engagiert ist das Projekt auf dem bestem Weg, im Blended-Learning-Format einen thematischen Austausch durch Videofeedback und verschiedene Prüfungsformen zu schaffen. Der Anspruch: Wissen und Lehrinhalte über Badminton online immer und überall zugänglich machen. „Zivilgesellschaftliche Organisationen, wie es auch wir Sportverbände sind, spielen eine immer größer werdende Rolle in der deutschen Bildungslandschaft. Wir verstehen es daher als unseren Auftrag, die Bildungsprozesse der im DOSB und seinen  Mitgliedsorganisationen hauptberuflich und ehrenamtlich Engagierten durch den Einsatz digitaler Medien zu verbessern. Projekte wie Racketmind, aber auch alle anderen von digital.engagiert geförderten Ideen, gehen mutig voran und sind für uns sind Leuchttürme dieses digitalen Engagements“, sagt Gudrun Schwind-Gick, Ressortleiterin beim Deutschen Olympischen Sportbund e. V. (DOSB).

Durch digital.engagiert wird die Vision von Racketmind immer mehr Realität. Die Förderinitiative unterstützt das Projekt Racketmind durch ein umfangreiches individuelles Trainingsprogramm und finanziell. Johannes Müller von dem gemeinnützigen Verein CorellAid steht dem Projekt mit seiner Expertise für Datenanalyseverfahren als Coach zur Seite. Und wer weiß, vielleicht kommt dann das nächste olympische Gold in der schnellsten Rückschlagsportart der Welt vielleicht bald aus Deutschland.

Halbzeit bei digital.engagiert: Das DRK zieht eine Zwischenbilanz

Von Mai bis November fördert digital.engagiert insgesamt 12 Projekte – darunter auch „Ausbildung mit VR“ vom DRK Kreisverband Herford e.V. Pünktlich zum Bergfest zieht das DRK eine erste Zwischenbilanz: Die Projektpartner Ralf Hoffmann und Thomas Pilz haben dazu mit Doppel[t]spitze, einer Content Marketing Agentur aus Frankfurt, gesprochen – aber uns exklusive Insights gegeben, wieso digital.engagiert eine große Chance für sie und andere Projekte ist.

Warum eigentlich virtuelle anstelle von analoger Ausbildung? Wie fördert das Projekt das Ehrenamt? Wie gewinnt man Unterstützer? Und: Welche Wünsche und Visionen haben die beiden Verantwortlichen des DRK Kreisverbandes für die Zukunft? Zu diesen und weiteren Fragen haben Ralf Hoffmann und Thomas Pilz hier bereits Stellung bezogen. Aus jeder ihrer Antworten lässt sich die Begeisterung für zivilgesellschaftliche Digitalisierungsprojekte im Allgemeinen und ihr Projekt #AusbildungmitVR im Besonderen herauslesen.

Uns haben sie darüber hinaus verraten, wieso sie sich bei digital.engagiert beworben haben und was sie an der Förderinitiative schätzen. „Mit der Teilnahme an digital.engagiert als der großen Förderinitiative von Amazon und dem Stifterverband wollten wir vor allem zeigen, wie sich zivilgesellschaftliche Digitalisierungsprojekte in der Bildungsarbeit von Verbänden und anderen Organisationen auf- und umsetzen lassen“, erklärt Ralf Hoffmann, „wir wollten einfach unbedingt dabei sein.“ Ihre Motivation dahinter: „Für uns ist es eine riesengroße Gelegenheit, Teil einer Community zu werden und von der Vernetzung, der Kompetenz, dem Austausch, der Unterstützung und der fachkompetenten Begleitung zu profitieren. Zudem wollen wir diese Chance nutzen, um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen und mit einem fachlichen Dialog unser Projekt weiterzuentwickeln“, so Thomas Pilz. Für beide ist die Förderung durch digital.engagiert ein Qualitätslabel für neue, digitale Projekte in der Sozialwirtschaft und hat bereits vielfach dabei geholfen, Türen zu öffnen und Unterstützung zu bekommen.

Rettung per Brille: Wie VR hilft, Leben zu retten

Rettungseinsatz in Herford: Ein 80-jähriger Mann hat zuhause einen Herzinfarkt erlitten. Die Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes sind vor Ort, jeder Handgriff muss sitzen. Was hier nur ein Szenario ist, ist bei den DRK-Einsatzkräften Realität. Umso wichtiger ist ein umfangreiches Rettungskräfte-Training. Beim DRK Herford gibt es solche Übungen regelmäßig. Das Besondere dabei: Jeder Helfer soll den Ernstfall zukünftig auch mit einer VR-Brille auf dem Kopf trainieren können.

„Ausbildung mit Virtueller Realität (VR)“ heißt das Projekt des DRK Herford. Mit Hilfe der VR-Brillen können die ehrenamtlichen Rettungssanitäter virtuell in verschiedene Übungsszenarien eintauchen. Sie sind mitten im Geschehen, das sie über die Brille hautnah erleben. Das Bild, das sie mit der VR-Brille sehen, passt sich jeder Bewegung an, als wären die Helfer real in der Situation. So können die Rettungssanitäter den Ablauf eines Erste-Hilfe-Falls üben, ohne dass die Übung aufwendig simuliert werden muss. Sie gewinnen an Routine, damit sie – egal zu welcher Situation sie gerufen werden – einsatzbereit sind.

Das Deutsche Rote Kreuz Herford möchte mit dem Pilotprojekt die Weiterbildung für Rettungskräfte insgesamt weiterentwickeln und erleichtern. Neben dem zeit- und ortsunabhängigen Training von ehrenamtlichen Sanitätern steht ein weiteres Ziel im Vordergrund. Mittels modernster Technik sollen jüngere Menschen für das Ehrenamt begeistert werden.

Mit dieser Idee überzeugte das DRK Herford auch bei der Förderinitiative digital.engagiert von Amazon und dem Stifterverband. Als eines von zwölf Projekten setze es sich gegen 150 andere durch und sicherte sich eine Anfangsunterstützung von 10.000 Euro. Insgesamt haben die Projekte sechs Monate Zeit, ihre Idee voranzutreiben. Nach Abschluss dieser Zeit würdigt digital.engagiert die Arbeit und die Fortschritte aller Teilnehmenden bei einer Abschlussveranstaltung. Die drei Projekte, die sich im Verlauf besonders hervorgetan haben, werden als Gewinner ausgezeichnet und erhalten Preisgelder von insgesamt 30.000 Euro.

Weitere Beiträge: