„digital.engagiert“: Initiatoren und Unterstützer erzählen, warum sie dabei sind

„digital.engagiert“: Initiatoren und Unterstützer erzählen, warum sie dabei sind
„digital.engagiert“ – eine Förderinitiative von Amazon und Stifterverband – möchte einen Beitrag dazu leisten, die Chancen der Digitalisierung für gemeinnützige Projekte zu nutzen – durch Coaching und finanzielle Zuwendungen. Engagierte können noch bis Mitte Dezember ihre digitalen Ideen einreichen

Wie wir kommunizieren, wie wir einkaufen, wie wir Musik hören – Digitalisierung verändert unseren Alltag. Industrie 4.0 ist einer der meistdiskutierten Begriff in der Wirtschaft, Big Data krempelt die Forschung um, Künstliche Intelligenz ermöglicht schon jetzt ausgefeilte Spracherkennung. Entwicklungen wie diese bieten enorme Chancen für Wirtschaft, Wissenschaft und für die Gesellschaft als Ganze. Warum also nicht die Chancen der Digitalisierung auch verstärkt für zivilgesellschaftliches Engagement nutzen? Mit der Förderinitiative „digital.engagiert“ haben Amazon und der Stifterverband genau dies vor.

„Wir wollen, dass gemeinnützige Projekte genauso von der Digitalisierung profitieren können wie Unternehmen. Dafür öffnen wir unsere Türen und stehen mit Technologie-Expertise sowie finanzieller Unterstützung bereit“, erläutert Ralf Kleber, Country Manager Amazon.de, die Motivation hinter dem Engagement des Technologieunternehmens. Prof. Dr. Andreas Schlüter ist seit 2005 Generalsekretär des Stifterverbands. Auch ihm liegt eine weitere Professionalisierung des zivilgesellschaftlichen Engagements am Herzen, die Chancen der Digitalisierung sind dabei für ihn ein wichtiger Baustein: „Ein professioneller Umgang mit digitalen Lösungen kann gemeinnützigen Organisationen dabei helfen, noch mehr Gutes zu erreichen.“

„digital.engagiert“ will dafür sorgen, dass diese Chancen genutzt werden. „Wir brauchen eine starke Zivilgesellschaft – das gilt auch für ihre Fähigkeit, digitale Möglichkeiten in ihre Arbeit einzubinden. ‚digital.engagiert‘ stärkt diese Fähigkeit und ermutigt gemeinnützige Akteure zum konstruktiven Umgang mit Digitalisierung“, so Dr. Thomas Leppert von der Robert Bosch Stiftung, der die Initiative als Juror unterstützt.

Sozialunternehmer und zivilgesellschaftliche Akteure sind aufgerufen, sich mit Projektideen um Förderung zu bewerben. Neben finanzieller Unterstützung im Wert von insgesamt 120.000 Euro, die unter den Teilnehmern bedarfsgerecht verteilt wird, winkt vor allem eine individuelle Beratung und Betreuung durch erfahrene Coaches. Am Ende des Programms werden alle Teilnehmer bei einer Abschlussveranstaltung gewürdigt und drei Projekte als Gewinner ausgezeichnet. Die Gewinner erhalten weitere Preisgelder von insgesamt 30.000 Euro.

„Die Förderinitiative sucht die Besten, ich freue mich darauf, diese bei der Umsetzung ihrer Ideen zu coachen“, so Jutta Croll, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Digitale Chancen – und Coach von „digital.engagiert“. Auch Dr. Joana Breidenbach, Gründerin des betterplace lab begleitet die Initiative: „Ich bin bei ‚digital.engagiert‘ dabei, damit noch mehr Gemeinwohl-orientierte Initiativen das Potential des digitalen Zeitalters ausloten können.“ Die Partner der Initiative sind also vielfältig, digital versiert und vor allem am gesellschaftlichen Fortschritt interessiert. Damit sind die Voraussetzungen zur Förderung der besten Bewerber gegeben. Jetzt sind nur noch gute Projekt-Ideen gefragt.

Bis zum 15. Dezember können diese unkompliziert auf www.digitalengagiert.de/bewerben eingereicht werden. Bewerben können sich Einzelpersonen und Teams aus allen Bereichen von Zivilgesellschaft und sozialem Unternehmertum. Die eingereichten Projektideen sollten dabei drei Voraussetzungen erfüllen: Erleichterung zivilgesellschaftlicher Arbeit, technikbasierte Lösungsansätze und mögliche Skalierbarkeit. Aus allen Bewerbungen wählt eine Jury dann 15 Teilnehmer aus, die ab Januar 2018 ein halbes Jahr unterstützt und begleitet werden – von den ersten Planungen bis zur (digitalen) Umsetzung der Projekte.

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