„Die Zivilgesellschaft ist einer der wichtigsten Player, um digitale Kompetenzen zu stärken!“

172 eingegangene Bewerbungen – Neuer Rekord! Keine leichte Aufgabe also für die digital.engagiert-Jury, die zwölf besten Teams aus den vielen tollen Projektideen auszuwählen.

Die zwölf Teams erwartet in den nächsten Monaten eine spannende Zeit. Von den ersten Planungen bis zur konkreteren Umsetzung ihrer Projektidee werden sie ein halbes Jahr unterstützt und begleitet von zwölf kompetenten Coaches. Die meisten von ihnen waren schon im letzten Jahr dabei, andere, wie Franziska Theis, sind es in diesem Jahr zum ersten Mal. Die Vorständin des „Vereins Digitale Bildung für Alle“ fiebert dem Start der Coaching-Sessions schon entgegen. Im Interview erzählt sie, worauf sie sich am meisten freut.


Franziska, du bist zum ersten Mal als Coach bei digital.engagiert dabei. Was hat dich überzeugt, Teil der neuen Förderrunde zu sein?

digital.engagiert ist einfach ein tolles Projekt mit einem ganz wichtigen Thema, das mich schon seit meinem Studium und bis heute in meiner Arbeit für „Digitale Bildung für Alle“ begleitet. Die Stärkung digitaler Kompetenzen in der gesamten Gesellschaft und ganz besonders bei jungen Menschen ist mir deshalb auch ein Herzensanliegen. Als mich die Initiatoren von digital.engagiert angesprochen haben, ob ich mir das Coaching eines Teams vorstellen kann, musste ich gar nicht mehr lange überlegen.

Wie kam der Kontakt zu digital.engagiert zustande?

Unser „Verein Digitale Bildung für Alle“ ist dem Stifterverband schon länger verbunden. Außerdem habe ich auch letztes Jahr schon begeistert verfolgt, wie viele junge Menschen sich für die Zivilgesellschaft mit digitalen Ideen engagieren. Auf den Veranstaltungen der ZiviZ und im Next Generation Netzwerk des Stifterverbands intensivierte sich schließlich der Kontakt und nun freue ich mich, mit an Bord zu sein. Netzwerk ist auch ein gutes Stichwort: Neben der finanziellen Förderung sind ein gutes Netzwerk und der gegenseitige Support essenziell, um digitale und neue Projekte voranzutreiben. Genau das bietet digital.engagiert!

Als Vorstandsmitglied im „Verein Digitale Bildung für Alle“ beschäftigst du dich intensiv mit dem Erlernen von digitalen Kompetenzen in der Gesellschaft. Was sind die Herausforderungen bei der Digitalisierung?

Genau, beispielsweise hat unser Verein allein im letzten Jahr mehr als 2000 Kinder aus schwierigen sozioökonomischen Hintergründen dabei unterstützt, erste wertvolle Erfahrungen im Bereich neue digitale Kompetenzen zu machen. Kinder können so Themen wie Programmieren, Robotics und vieles mehr kennenlernen und ein ganz neues Verständnis der digitalen Welten entwickeln. Diese digitalen Kompetenzen zu stärken ist für die Zukunft unserer Gesellschaft immens wichtig.
Doch da haben wir auch in Deutschland noch großen Nachholbedarf. Und neben der Politik und Wirtschaft ist es deshalb ganz wichtig, innovative Projekte aus der Zivilgesellschaft zu fördern. Denn die ist ein entscheidender Player, um Digitalisierung (vor allem im Bildungsbereich) voranzutreiben und um Vorurteile zu entkräften. Gerade die aktuelle Phase bietet die Chance, Berührungsängste abzubauen und die Chancen der digitalen Möglichkeiten zu ergreifen.

Ob Kick-Off oder Coaching-Sessions: Die Coronakrise beeinflusst natürlich auch die aktuelle Förderrunde. Wird das eine besondere Herausforderung?

Natürlich wäre es schade, sollte man sich weniger persönlich begegnen können. Aber gerade mit dieser digitalen Initiative können wir auch auf die vielen Chancen der digitalen Möglichkeiten aufmerksam machen. In den letzten Monaten wurde sehr deutlich, was noch bezüglich Digitalisierung und dem gesellschaftlichen Umgang damit getan werden muss. Gleichzeitig hat sich eine große Bereitschaft, Solidarität und Mut zur Veränderung gezeigt. Dieses Mindset sollten wir unbedingt auch für den zivilgesellschaftlichen Sektor nutzen.

Worauf freust du dich in den kommenden Monaten am meisten?

Ich glaube, dass ich von den innovativen Ideen und engagierten, jungen Menschen auch selbst viel lernen kann und hoffe, sie durch mein Netzwerk und meine bisherigen Erfahrungen noch weiter auf ihrem Weg unterstützen zu können. Dafür bin ich auch sehr optimistisch. Denn für kreative Projekte mit einem positiven Anliegen und einem nachhaltigen Mehrwert für unsere Gesellschaft finden sich immer weitere Unterstützer.

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