Digitale Ideen für eine gute Sache: Das sind die Teilnehmer von „digital.engagiert“

Digitale Ideen für eine gute Sache: Das sind die Teilnehmer von „digital.engagiert“

160 gemeinnützige Organisationen und Sozialunternehmen haben sich bis Dezember 2017 für die Förderinitiative „digital.engagiert“ von Amazon und Stifterverband beworben – 15 Projekte von ihnen hat die Jury ausgewählt und zur Teilnahme an dem Coaching-Programm eingeladen. Alle Bewerber wollen mit innovativen Ideen die Digitalisierung der Zivilgesellschaft vorantreiben – die Auswahl fiel entsprechend schwer.

Dies sind die 15 Teilnehmer von „digital.engagiert“, die wir nun ein halbes Jahr lang mit einem persönlichen Coach und einem umfangreichen Coaching-Programm begleiten werden:

DayCare Technology gUG

Das Team hinter „DayCare Technology“ hat eine Vision: Mithilfe virtueller Realität können Menschen mit Beeinträchtigungen Orte erleben, die für sie sonst kaum zugänglich sind.

Kultur Life gGmbH

Interaktives Lernen in leichter Sprache: Das Team hinter dem Projekt „Macht der Sprache“ der Kultur Life gGmbH möchte Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt schaffen. Menschen mit Beeinträchtigungen werden durch eine Lernsoftware befähigt, erfolgreich an digitalen Bewerbungsprozessen teilzunehmen – gegen soziale Ausgrenzung und für einen inklusiven Arbeitsmarkt.

innatura gGmbH

Überfluss trifft auf Bedürftigkeit – „innatura“ vermittelt Sachspenden für soziale Zwecke. „Spenden statt wegwerfen“ soll das Leitmotiv von Entscheidern in Hersteller- und Handelsunternehmen sein. Daran arbeitet das Team hinter „innatura“ und möchte ihre Idee skalieren. Die Herausforderung dabei: der Ausbau der Logistik und die IT-Unterstützung der Prozesse.

Vostel Volunteering UG

Die Plattform „vostel.de“ vermittelt wirkungsvolles ehrenamtliches Engagement– unabhängig von Vor- und Sprachkenntnissen sowie Zeitbudget. Mit Hilfe von „digital.engagiert“ will das Team die eigene Arbeit skalieren und sich zu einer wichtigen Anlauf- und Qualifizierungsstelle für Freiwilligenengagement und Corporate Volunteering entwickeln.

Ginsheim-Gustavsburger Tafel e.V.

Der „Ginsheim-Gustavsburger Tafel e.V.“ möchte mit dem Projekt „SOLVE! Sachspenden online vermitteln“ Möbelspenden durch eine Online-Plattform effizienter und kostengünstiger organisieren – durch weniger Zeitaufwand und gesunkener Fahrt- und Lagerraumkosten. Das Projektteam aus Geflüchteten will den Verein mithilfe digitaler Lösungen professionalisieren.

Fearless Democracy e.V.

Das Team von „Fearless Democracy“ möchte mit dem Projekt „HateAid“ Menschen, die digital gemobbt werden, eine Hilfsplattform zur Verfügung stellen – eine digitale Anlaufstelle für Betroffene, die Selbstschutz und Orientierung gibt.

tatkräftig e.V.

tatkräftig e.V. ist ein Verein, der nach dem Prinzip „1 Team. 1 Tag. 1 Ziel.“ Gruppen von Freiwilligen mit gemeinnützigen Einrichtungen vernetzt, die Hilfe benötigen. Mit Hilfe von „digital.engagiert“ soll der Service automatisiert und skaliert werden, damit die Arbeit sichtbarer wird und einem breiteren Publikum zur Verfügung steht.

Enactus, Leibniz Universität Hannover e.V.

Die studentische Initiative „Enactus“ will die Welt im Kleinen durch unternehmerische Projekte verbessern. Mit dem Projekt „Pfandschaf(f)t“ soll das Spenden von Pfand erleichtert werden, indem digitale Tools Pfandgeber und Pfandsammler miteinander verbindet. So wird das Pfandsammeln nicht nur einfacher, sondern für alle Beteiligten auch effizienter.

Social Orange

Dokumentation ist in der sozialen Arbeit ein zeitaufwändiger Prozess – und steht nicht selten in Konflikt mit den eigentlichen Aufgaben: der Unterstützung von Menschen. Durch Digitalisierung und Automatisierung der Dokumentation sollen die eigentlichen Aufgaben gestärkt und Menschen in der sozialen Arbeit entlastet werden.

Data Science for Social Good Berlin

„Data Science for Social Good“ hilft Non-Profit-Organisationen, von den Vorteilen dateninformierter Arbeit zu profitieren – durch die Vernetzung mit Experten aus diesem Bereich. Die Initiatoren organisieren für ihr „Projekt Reichweite“ digitale Events und Workshops, bei denen zivilgesellschaftliche Akteure mit Daten-Experten vernetzt werden.

LandesSportBund Niedersachsen e.V.

Der „LandesSportBund Niedersachsen e.V.“ will die Verwaltungsarbeit im Ehrenamt vereinfachen, indem er eine online Geschäftsstellenlösung mit kleinen und mittleren Landesfachverbänden entwickelt. Darüber können Ehrenamtliche und Vereinsmitglieder jederzeit Verbands- oder Vereins-Angelegenheiten direkt und zeitsparend von Zuhause oder von Unterwegs erledigen. Damit nicht Verwaltungsaufgaben, sondern die Entwicklungsarbeit und die Gestaltung von Sport und Bewegung in Vereinen und Verbänden ihr Engagement das Handeln prägen.

KARL, der Ökobot

Umweltschutz ist vielen Menschen wichtig, doch sie wissen oft nicht genau, was sie konkret ändern können, um in diesem Sinne zu handeln. Das Team von „KARL, der Ökobot“ möchte mit Hilfe der Bot-Technologie personalisierte Handlungsempfehlungen und Tipps zur Verfügung stellen – damit aus Vorsätzen Handlungen werden.

Ackerdemia e.V.

Das vielfach ausgezeichnete Bildungsprogramm „GemüseAckerdemie“ möchte die analoge Welt mit digitalen Lernangeboten verknüpfen. Während jede Bildungseinrichtung weiterhin einen Acker vor Ort bewirtschaftet, erhalten die Teilnehmer individualisierte, standortbezogene und bedarfsgerechte Informationen digital.

Turning Tables Deutschland

„Turning Tables“ ist eine internationale NGO, die in fünf Ländern innovative Musik- und Filmprojekte mit marginalisierten Jugendlichen durchführt. Nun wollen die Initiatoren auch in Deutschland ein mobiles Containerstudio aufbauen und so Jugendlichen beibringen, digitale Technik zu nutzen, um ihre Sorgen, Hoffnungen und Träume selbstbestimmt und kreativ in selbstproduzierter Musik- und Filmmedien auszudrücken.

Phineo gAG

Wirkungsmessung in Bereich der Gemeinnützigkeit wird immer wichtiger. Das Wirk-O-Meter von „Phineo“ soll ein Online-Test werden, mit dem Organisationen die Wirkung ihrer Arbeit ermitteln können. Der Test soll einen spielerischen Themenzugang ermöglichen und teils individualisiertes Feedback zum Wirkungsgrad zur Verfügung stellen. Die Eingaben werden anonymisiert gespeichert, was spätere Sektor-bezogene Analysen erlaubt.

Diese Projektideen digital engagierter Menschen und Organisationen zeigen, wie Digitalisierung gemeinnützigen Organisationen und Sozialunternehmen zugutekommt. Amazon und Stifterverband freuen sich, sie im kommenden Halbjahr finanziell und ideell zu unterstützen – bis zur Abschlussveranstaltung, auf der für drei Projekte weitere Preisgelder winken.

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